Muota erleben

Netzflügelmücken

Trotz eines Lebens an exponierter Lage in Wildbächen sind die Netzflügelmücken (Blephariceridae) wohl den meisten Menschen unbekannt. Die Larven und Puppen der zweiflügeligen Mücken sind an der glatten Oberfläche von überströmten Steinen zu finden. Am wohlsten fühlen sie sich, wenn das Wasser mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern (7.2km/h) pro Sekunde über sie hinwegfliesst. Tönt nach wenig, ist aber sehr viel bei einer Körpergrösse von gerade mal 3-15mm. Die Spezialisten besitzen an der Körperunterseite Saugnäpfe, mit denen sie sich im Vakuumverfahren an den Steinen sichern.

Larve einer Netzflügelmücke. Foto: Fabrice Parais

Als Weidegänger ernähren sie sich von Kieselalgen, welche auf der glatten Steinoberfläche wachsen. Einmal geschlüpft, leben die kleinen Mücken in der Nähe des Heimatgewässers. In der Schweiz gibt es gerade mal 6 von weltweit 34 Arten.
An der Muota können diese Spezialistinnen im Sahli auf grossen überströmten Steinblöcken beobachtet werden. Wagen Sie einen Blick ins Wasser.

Frutiger, A. & Jolidon, C. 2000: Bestimmungsschlüssel für die Larven und Puppen der in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland vorkommenden Netzflügelmücken (Diptera: Belephariceridae), mit Hinweisen zu ihrer Verbreitung und Phänologie. Mitt. Scheiz. Ent. Ges. 73: 93-108.
Mauch, E. 2017: Aquatische Doptera-Larven in Mittel-, Nordwest- und Nordeuropa. Übersicht über die Formen und ihre Identifikation. Lauterbornia 83: 1-404. 

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