Die Muota

Wasserkraft

Die ebs Energie AG nutzt seit ihrer Gründung im Jahr 1952 die Wasserkraft der Muota, ihrer Zuflüsse und des Glattalpsees zur Stromproduktion und versorgt damit die Region Schwyz mit erneuerbarer Energie.

Mit sieben Wasserkraftwerken entlang der Muota produziert ebs jährlich rund 220 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom für über 50’000 Haushaltungen.

Kraftwerk Glattalp

Die Kraftwerkstufe Glattalp wurde 1970 in Betrieb genommen. Über eine steile Druckleitung wird das Wasser vom Glattalpsee zum Kraftwerk geleitet. Mit hohem Druck treibt das Wasser dort die Peltonturbine an. Von der Kraftwerkzentrale führt eine 43,5 Grad steile Stollenbahn auf die Glattalp.

Kraftwerk Ruosalp

Die Stufe Ruosalp ist bereits seit 1962 in Betrieb. Diese Stufe nutzt das Wasser aus diversen Bachfassungen auf der Ruosalp, namentlich dem Nisseggbach, dem Spitzbach, dem Gwalpetenbach sowie dem Ruosalpbach (später Muota genannt). Das Wasser staut sich im Waldisee auf der gegenüberliegenden Talseite der Glattalp. Von dort führt die Druckleitung das Wasser zur Francisturbine in der Kraftwerkzentrale Sahli, welche den Wasserdruck in erneuerbaren Strom umwandelt.

Kraftwerk Bisisthal

Nachdem das Wasser von der Glattalp und der Ruosalp turbiniert worden ist, läuft es in das Ausgleichsbecken Sahliboden. Von dort fliesst es weiter über zwei parallele Druckleitungen zu den Doppel-Peltonturbinen im Kraftwerk Bisisthal. Das Kraftwerk Bisisthal nutzt zudem das Wasser des Gigenbachs und des Höchweidbachs.

Kraftwerk Muota

Etwa einen Kilometer unterhalb der Zentrale Bisisthal staut das Wehr Riedplätz die Muota. Via Wasserschloss, Schieberkammer und Druckstollen fliesst das Wasser vom Ausgleichsbecken Riedplätz zur Zentrale Hinterthal. Dort treibt das Wasser die horizontalachsige Doppel-Francisturbine vom Kraftwerk Muota an.

Kraftwerk Hüribach

Das Kraftwerk Hüribach nutzt zudem das südliche Seitengewässer der Muota aus dem Hürithal. Das Wasser wird im Ausgleichsbecken Lipplisbüel gesammelt. Von dort aus gelangt es per unterirdischer Druckleitung zur Peltonturbine in der Kraftwerkzentrale Hinterthal.

Kraftwerk Wernisberg

Bereits 1897 wurde im Wernisberg zwischen Ibach und Schlattli ein erstes Kraftwerk erstellt. Seit 1966 steht an gleicher Stelle das heutige, leistungsstarke Kraftwerk Wernisberg. Dieses nutzt das im Ausgleichsbecken Selgis gestaute Wasser, das mit einer die Muota querenden Druckleitung ins Kraftwerk geführt wird.

Kraftwerk Ibach

Das Kleinkraftwerk Ibach wurde 1949 gebaut und für die damalige Spinnerei genutzt. 2004 übernahm ebs das Kraftwerk. Das Wasser der Muota wird mit einem parallel verlaufenden Oberwasserkanal ins Kraftwerk und dann zurück in den Fluss geleitet.

Am 18. Mai 2025 hat die Bevölkerung des Bezirks Schwyz mit 95.3% einer Erneuerung der Konzession für weitere 80 Jahre zugestimmt. Die neue Konzession tritt nach Ablauf der bestehenden Konzession am 1. Oktober 2030 in Kraft und gilt 80 Jahre bis zum 30. September 2110.

Weitere Informationen zu der Konzessionserneuerung finden Sie auf konzession.ebs.swiss

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